„Aber nicht wenige andere von uns haben das Gottvertrauen in den Menschen geradewegs zerstört. – Herr erbarme Dich unser.“
Zu Aufklärung und Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs wie auch Prävention und Intervention in der Kirche von Passau. Von Hannelore Putz, habilitierte Historikerin und Direktorin des Archivs des Bistums Passau.
„Aber nicht wenige andere von uns haben das Gottvertrauen in den Menschen geradewegs zerstört. – Herr erbarme Dich unser.“1
Die Aufklärung und Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs und seiner über Jahrzehnte hinweg vielfach erfolgten Vertuschung wie auch die seit Jahren mit beträchtlichem Engagement betriebene Professionalisierung und Weiterentwicklung von Prävention und Intervention stellen seit Beginn des Jahrtausends eine schwere Hypothek und gleichzeitig große Herausforderung für die katholische Kirche dar. Sie prägen derzeit spürbar ihre Wahrnehmung.
Redakteure des Boston Globe hatten im Jahr 2002 sexuellen Missbrauch im Erzbistum Boston aufgedeckt. Weitere Untersuchungen in den USA konnten zeigen, dass die Bischöfe bereits seit Mitte der 1980er Jahre über entsprechende Vergehen informiert gewesen waren und diese nicht zuletzt aufgrund struktureller Probleme begünstigt wurden. Im Mai 2009 erschien schließlich nach zehnjähriger Arbeit in Irland ein umfassender Bericht, der 2000 kirchliche Institutionen des sexuellen Missbrauchs durch Kleriker und Ordensfrauen beschuldigte.2
Im gleichen Jahr rief Papst Benedikt XVI. das „Jahr des Priesters“ (2009 – 2010) aus – offensichtlich ein Reflex auf die sicht- und spürbar werdende und heute als dramatisch zu charakterisierende Glaubwürdigkeitskrise der katholischen Kirche im Allgemeinen und ihrer Kleriker im Besonderen. Der Kardinalpräfekt der Kongregation für den Klerus Cláudio Hummes betonte, dass die Kirche die Kleriker „liebt, hochschätzt, bewundert und mit Dankbarkeit ihrem pastoralen Wirken und ihrem Lebenszeugnis Anerkennung entgegenbringt.“ Wohl aufgrund der erschütternden Erfahrungen aus den USA und aus Irland kam er schon damals nicht mehr umhin, einschränkend hinzuzufügen, dass „einige Priester auch strafbare Handlungen begangen und Probleme heraufbeschworen“ hätten.3
Nur wenig später trafen im Januar 2010 Vorwürfe sexuellen Missbrauchs im von Jesuiten geleiteten Canisius-Kolleg in Berlin die deutsche katholische Welt mit voller Wucht. Fast gleichzeitig flammten auch an anderen Orten Anschuldigungen auf – beispielsweise im Benediktinergymnasium Ettal, im Maristenkolleg in Mindelheim, in zwei ehemaligen Heimen der Salesianer Don Bosco. Auch in anderen europäischen Staaten kam es zu entsprechenden Untersuchungen, so in Österreich, Belgien und in den Niederlanden.4
Im Bistum Passau wurden seitdem mehrfach Missbrauchstäter und Missbrauchsorte öffentlich benannt.5 Die Menschen zeigten sich schockiert, Katholikinnen und Katholiken wandten sich in bis dahin nicht gekannter Weise von der Kirche ab. Doch war das Phänomen sexuellen Missbrauchs an sich nichts völlig Neues: bereits in den Jahrzehnten zuvor waren immer wieder Missbrauchsfälle auch in der Diözese durch die Presse publik gemacht worden, nämlich dann, wenn Kleriker aufgrund ihrer Taten vor Gericht gestellt wurden.6 Es gab damit auch schon vor 2010 ein zwar nicht zu quantifizierendes, aber wohl erhebliches implizites Wissen über Fälle sexuellen Missbrauchs in der Kirche von Passau.
Die Taten wurden allerdings auch in Passau als Einzelvergehen und Einzelversagen deklariert und isoliert wahrgenommen. Die mittlerweile in vielen Ländern durchgeführten Untersuchungen widerlegten allerdings Stück für Stück diese lange Zeit vorgetragene Deutung der Kirche, vielmehr wiesen sie eindrücklich nach, dass sexueller Missbrauch über den gesamten Raum der Kirche hinweg vorgekommen war und weiter vorkam.7
2014 beauftragte schließlich die Deutsche Bischofskonferenz eine Forschergruppe aus den Universitäten Mannheim, Heidelberg und Gießen, ein interdisziplinäres Forschungsgutachten zu sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche in Deutschland zu erstellen. Die Ergebnisse der sogenannten MHG-Studie wurden 2018 vorgestellt.8 Demnach gab es bei 1.670 Klerikern und damit 4,4% aller Geistlichen Hinweise auf sexuellen Missbrauch Minderjähriger, wobei hier lediglich das Hellfeld benannt ist. 3.677 Kinder und Jugendliche, knapp 2/3 davon männlich und gut die Hälfte von ihnen bei der ersten Erfahrung sexualisierter Gewalt maximal 13 Jahre alt, wurden als Betroffene erkannt; auch hier liegt die tatsächliche Zahl deutlich höher. Viele von ihnen kämpften und kämpfen noch heute mit physischen, psychischen und sozialen Problemen. Nicht wenige rangen und ringen mit einem „konfliktbehaftete[n] Erleben im Bereich des Glaubens und der Spiritualität“.9
Möglich wurde der Missbrauch nicht zuletzt dadurch, so die Studie, dass sich in der Kirche ein „hierarchisch-autoritäres System“ ausgebildet und verfestigt hatte, das „auf Seiten des Priesters zu einer Haltung“ führte, „nicht geweihte Personen in Interaktionen zu dominieren […]. Sexueller Missbrauch ist ein extremer Auswuchs dieser Dominanz.“ Im Ergebnis zeigte sich, dass die „Vertuschung des Geschehens und die Schonung des Systems“ Priorität gewannen „vor der schonungslosen Offenlegung entsprechender Taten“, und dass der „Schutz der Institution und des Beschuldigten“ die berechtigten „Interessen der Betroffenen außer Acht“ ließ.10 Der Bericht offenbarte schonungslos das Versagen der Kirche: die Fallhöhe hätte dabei kaum höher sein, Anspruch und Wirklichkeit kaum stärker voneinander abweichen können.
In Folge der das Selbstverständnis der katholischen Kirche im Kern treffenden Erkenntnisse verpflichtete sich die Deutsche Bischofskonferenz im Jahr 2020 in einer Gemeinsamen Erklärung mit dem Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs in Deutschland (UBSKM), „sexuellen Missbrauch im Raum der katholischen Kirche“ weiter unabhängig aufzuarbeiten.11 Seither entstanden in den Diözesen unabhängige Aufarbeitungskommissionen und unabhängige Betroffenenbeiräte, die eine transparente Untersuchung sexuellen Missbrauchs vor Ort gewährleisten sollen. Darüber hinaus wurde normativ in den vergangenen Jahren sehr Vieles dafür getan, Kirche und kirchliche Orte als sichere Orte zu schützen; verwiesen sei lediglich auf entsprechende Verschärfungen im CIC, auf Schutzkonzepte, auf die im Bereich der deutschen Bischofskonferenz gültige Personalaktenordnung etc. Hier haben die geschaffenen Rahmenbedingungen, vor allem im Bereich der schon seit den 2010er Jahren intensiven Präventionsarbeit, so das Ergebnis der MHG-Studie von 2018, in Teilen durchaus Modellcharakter für nicht-kirchliche Kontexte und Institutionen.12
Dementsprechend ist auch das Episkopat Dr. Stefan Osters SDB von Aufklärung und Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs geprägt. Zeitweise scheinen sie die evangelisierenden Aufbrüche und das pastorale Handeln sogar zu überlagern. Sichtbar wird dies nicht zuletzt an den Wortmeldungen des Bischofs. So bedauerte er mehrfach zutiefst das geschehene Unrecht und vollzog in demonstrativen Zeichenhandlungen, wie dem Kreuzweg am Passionssonntag 2022, öffentlich Akte der Reue: Ich „bin hier und wir sind hier um einmal mehr Vergebung zu erbitten von unserem Gott, vor unseren Betroffenen von sexueller und anderer Gewalt und auch vor den Menschen, die dadurch ihr Vertrauen in Kirche und Glaube verloren haben.“13
Die kirchliche Verwaltung wiederum wendet viel Kraft auf, die Interventions- und Präventionsarbeit immer weiter voranzutreiben, das Bewusstsein in den Gemeinden und im Bischöflichen Ordinariat für ein achtsames Miteinander zu stärken und Rahmenbedingungen für pastorales Handeln in Verhaltenscodices etc. zu gießen, die dem Schutz von Minderjährigen und Schutzbefohlenen dienen.14 Gerade Normen, die die „Nähe und Distanz in den Beziehungen von Priestern zu Gemeindemitgliedern, Familien und insbesondere Kindern und Jugendlichen“ betreffen und deren „Reflexion und Regulation […] zentraler Bestandteil der Priesterausbildung und ‑fortbildung“ sein sollen, sind bei Regelüberschreitungen und Grenzverletzungen oftmals schwer zu vermitteln und sie stoßen bisweilen auch im betroffenen sozialen Umfeld auf Unverständnis.15
Die 2021 vom Bischof berufene Unabhängige Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs (UAK) und der Unabhängige Betroffenenbeirat (UBB) haben sich 2022 für ein Forscherteam der Universität Passau entschieden, das derzeit eine wissenschaftlich-historische Studie zu sexuellem Missbrauch durch Kleriker in der Diözese Passau 1945 – 2020 erarbeitet. Diese wird im Spätherbst 2025 publiziert werden und sexuellen Missbrauch wie körperliche Gewalt in der Diözese Passau sowohl quantifizieren als auch qualifizieren. Damit wird vermutlich auch vorhandenes implizites Wissen explizit werden.16
Bischof Dr. Stefan Oster SDB will die Ergebnisse „als Wirklichkeit und Teil unserer Geschichte wahrnehmen“ und „Verantwortung übernehmen“. Gleichzeitig hoffe er aber auch darauf, dass sich aus den Ergebnissen weitere Reformmaßnahmen ableiten lassen können, die die „Kirche […] zum Guten veränder[n] werden“.17 Die Veröffentlichung wird nichtsdestoweniger wohl die massive Glaubwürdigkeitskrise und einhergehend auch die Glaubenskrise trotz aller schon geleisteter Präventions- und Interventionsarbeit weiter verschärfen.
Es wird mühsam werden, Glaubwürdigkeit neu aufzubauen, gerade auch, weil die Ausgangssituation kaum schwieriger sein könnte, hat die katholische Kirche doch ihr hohes Vertrauenskapital offensichtlich längst weitgehend verloren. Die seit Jahren hohen Kirchenaustrittszahlen und ein mit durchschnittlich etwa 7,4% geringer Prozentsatz an Gottesdienstbesuchenden machen dies deutlich.18
Überdies stellt eine nicht zu unterschätzende Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen eine große Bürde dar. Denn die derzeit entstehende unabhängige historische Studie arbeitet die Vergangenheit auf. Es werden aber seit gut einem Jahrzehnt viele Maßnahmen ergriffen, um Kirche als sicheren Raum zu gestalten. Lange Zeit gewohnte, nichtsdestoweniger defizitäre Strukturen, Konstellationen und Haltungen wurden seitdem kritisch überdacht und reformiert.19 Stark vorwärtsstrebende Prozesse verändern unübersehbar derzeit den institutionellen und sozialen Raum der Kirche in einer noch vor wenigen Jahren kaum denkbaren Weise. Die bereits veröffentlichten Aufklärungsstudien anderer Bistümer und die daraus abgeleiteten notwendigen Reformmaßnahmen haben wichtige Impulse gegeben auch für die Arbeit von Prävention und Intervention in Passau.20
Die Ergebnisse der Studie werden im Spätherbst 2025 damit auf eine vielfach veränderte bzw. sich massiv im Wandel begriffene organisationale und auch mentale Struktur treffen. Gleichwohl werden sie diese positiven Reformen belasten, gerade weil die logische lineare Abfolge von Aufklärung und Aufarbeitung gestört ist und Letzteres schon vor Ersterem geleistet wird.
Das ist das eine. Eine weitere Belastung ergibt sich daraus, dass sich viele Normen zum Schutz von Minderjährigen und Schutzbefohlenen, zum Umgang mit devianten Klerikern,21 zur Professionalisierung der Verwaltung erst im Alltag bewähren müssen, damit sich daraus ein Regelvertrauen entwickeln kann. Bischof Dr. Stefan Oster SDB steht damit vor der großen Herausforderung, diese Vorschriften durchzusetzen und im Leben der Kirche sichtbar zu machen, damit Betroffene die Gewissheit erlangen, dass die Diözese entsprechend ihrer selbstgesetzten Regeln handelt, und damit durch ein entschiedenes Vorgehen gleichzeitig potentielle Täter abgehalten werden, sexualisierte Gewalt anzuwenden.
Schließlich gilt es anzuerkennen, dass der „diabolische Angriff auf das Innerste unseres Evangeliums, auf das Herz der Betroffenen und das Herz der Kirche und ihres eigentlichen Anliegens“22 allein durch die Kirche selbst, ja aus ihr selbst heraus verursacht worden ist.
Bischof Dr. Stefan Oster SDB scheint im bewussten Miteinander von Klerikern und Laien als gemeinsamem Volk Gottes einen möglichen Weg für die Zukunft zu sehen, auch hält er nachgerade unbeirrbar an einer sogenannten „Hermeneutik des Wohlwollens“ fest: „Wir brauchen einander, weil wir miteinander Volk Gottes sind und sein wollen.“23 Vor allem die Amtsträger werden daher in einem Geduld fordernden Prozess als Teil des Volkes Gottes in und an der Gemeinschaft der Glaubenden ihren Dienst tun müssen, in der Hoffnung, Glaubwürdigkeit aufzubauen. Dabei werden sie vermutlich erfahren, was es bedeutet, immer wieder für das institutionelle Versagen um Vergebung zu bitten, aber keinen Einfluss darauf zu haben, ob diese durch die Betroffenen und Gläubigen gewährt wird.
Für den Erfolg evangelisierender Aufbrüche aber wird es entscheidend sein, als vertrauenswürdig wahrgenommen zu werden. Denn die Menschen werden nur dem glauben, dem sie vertrauen – das stellt demnach eine wesentliche Voraussetzung dafür dar, überzeugend und nachhaltig missionarisch wirken zu können, um den Menschen zu helfen, zu Gott zu finden, Gott zu vertrauen, mit Gott als dem Urgrund allen Seins leben zu wollen.
1 Stefan Oster, Zerbrochene Welt – Über sexuellen Missbrauch in unserer Kirche. Predigt aus Anlass des ersten Betroffenentages, 21.11.2020 [https://stefan-oster.de/heile-welt-zerbrochene-welt-ueber-sexuellen-missbrauch-in-unserer-kirche/ (5.5.2025; gilt für alle zitierten websites)]. Der folgende Beitrag entstand im engen und kritischen Austausch mit Antonia Murr, Kanzlerin, Justiziarin und Interventionsbeauftragte des Bistums Passau. Dafür danke ich sehr herzlich.
2 Vgl. Thomas Großbölting, Die schuldigen Hirten. Geschichte des sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche, Freiburg 2022, S. 57 – 67.
3 Vgl. Amtsblatt für das Bistum Passau, 5 (2009), Nr. 46, S. 46: „Anlässlich des 150. Todestages des heiligen Johannes Maria Vianney, Pfarrer von Ars, hat Papst Benedikt XVI. ein Jahr des Priesters ausgerufen.“ Es begann am 19. Juni 2009; Brief von Kardinal Cláudio Hummes anlässlich des Priesterjahres 2009 [https://www.vatican.va/roman_curia/congregations/cclergy/documents/rc_con_cclergy_doc_20090526_anno-sacerdotale_ge.html].
4 Vgl. Großbölting, Die schuldigen Hirten (wie Anm. 2), S. 44 – 51, 67 – 69.
5 Vgl. bsp. PNP, 3.5.2010 und PNP, 12.11.2020 (Konrad S.); https://www.bistum-passau.de/artikel/bistum-passau-benennt-missbrauchstaeter-oeffentlich (P. Norbert Weber OFMCap).
6 Vgl. bsp. Passauer Woche, Nr. 4, 21. – 27.1.1955; PNP, 20.1.1955; PNP, 17.2.1955 (Kurt Gröger); Passauer Woche, Nr. 51, 24. – 30.12.1954; PNP, 17.12.1954; PNP, 20.12.1954; PNP, 23.12.1954 (Anton Würzinger); Bild-Zeitung, Nr. 53, 4.3.1993; PNP, 11.3.1993; SZ, 30.9.1993 (Josef Konrad).
7 Vgl. Großbölting, Die schuldigen Hirten (wie Anm. 2), S. 72.
8 Vgl. Forschungsprojekt „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“, Mannheim, Heidelberg, Gießen 2018 (MHG-Studie); https://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/diverse_downloads/Dossiers/dossiers_2018/MHG-Studie-gesamt.pdf.
9 MHG-Studie (wie Anm. 8), S. 8.
10 MHG-Studie (wie Anm. 8), S. 13.
11 Gemeinsame Erklärung über verbindliche Kriterien und Standards für eine unabhängige Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch in der katholischen Kirche in Deutschland, 28. April 2020 (https://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/diverse_downloads/presse_2020/2020 – 074a-Gemeinsame-Erklaerung-UBSKM-Dt.-Bischofskonferenz.pdf).
12 Vgl. MHG-Studie (wie Anm. 8), S. 13.
13 Stefan Oster, Das Leid der Betroffenen, die Katastrophe für die Kirche und die österliche Hoffnung, 3.4.2022 (https://stefan-oster.de/das-leid-der-betroffenen-die-katastrophe-fuer-die-kirche-und-die-oesterliche-hoffnung/).
14 Der Verhaltenskodex für die Diözese Passau gilt bereits seit 2019 [Amtsblatt 1 (2019), Nr. 9, S. 34 – 41].
15 MHG-Studie (wie Anm. 8), S. 16.
16 Zum Team der Forscher aus der Universität Passau vgl. https://www.uni-passau.de/missbrauchsstudie.
17 Bischöfliches Ordinariat Passau (Hg.), „Und jetzt geh. Du hast noch ein gutes Stück Weg vor Dir“ (nach 1 Kön 19,8). Veröffentlichung der wissenschaftlichen Studie zu sexuellem Missbrauch und körperlicher Gewalt im Bistum Passau (1945 – 2020). Eine Handreichung im Vorfeld der Publikation 2025, Passau 2025, 3 – 5 (https://s3.eu-central‑1.amazonaws.com/bistumpassau/downloads/Bistum-Passau/archiv-A5-Handreichung-Studie-250122 – 22.01.2025-Flyer-Broschuere-Handreichung-in-Einzelseiten.pdf).
18 Zählte die Diözese 2010 noch 490.336 Katholikinnen und Katholiken, waren es 2024 nur mehr 413.799. (Josef Sonnleitner, Finanzen – der sensible „nervus rerum“, in: Alois Brunner, Maximilian Gigl, Jochen Jarzombek, Hannelore Putz, Josef Sonnleitner (Hg.), Kirche baut?! Orte bereiten für den Glauben und das Leben, Passau 2023, S. 59 – 69, hier S. 68; https://www.bistum-passau.de/artikel/kirchenstatistik-2024).
19 Vgl. Bischöfliches Ordinariat Passau, Handreichung (wie Anm. 17), S. 18 – 21.
20 Vgl. die Zusammenstellung von Aufarbeitungsstudien im kirchlichen und nicht-kirchlichen Bereich in: https://beauftragte-missbrauch.de/fileadmin/user_upload/Aufarbeitung/Aufarbeitungsberichte_Aug_2024.pdf; vgl. jüngst zu Würzburg: Empfehlungen der UKAM zur Weiterentwicklung der Präventions- und Interventionskonzepte bei sexualisierter Gewalt und Machtmissbrauch im Bistum Würzburg. Ableitungen aus dem Gutachten „Bestandsaufnahme und Aufarbeitung von Fällen sexuellen Missbrauchs in der Diözese Würzburg vom 1.1.1945 bis zum 31.12.2019“ von Prof. Dr. jur. Hendrik Schneider.
21 Zu den meist sehr begrenzten Handlungsoptionen eines Bischofs gegenüber devianten Klerikern vgl. Dominik Burkhard, Kirchlicher Umgang mit sexuellem Missbrauch durch Kleriker. Fragen, Probleme und Überlegungen aus kirchenhistorischer Sicht, in: Clemens Brodkorb, Dominik Burkhard (Hg.), Neue Aspekte einer Geschichte des kirchlichen Lebens. Zum 10. Todestag von Erwin Gatz, Regensburg 2021, S. 283 – 331.
22 Stefan Oster, Zerbrochene Welt – Über sexuellen Missbrauch in unserer Kirche, 21.11.2020 (https://stefan-oster.de/heile-welt-zerbrochene-welt-ueber-sexuellen-missbrauch-in-unserer-kirche/).
23 Stefan Oster, Missbrauchskrise: Es war Verrat!, 14.9.2018 (https://stefan-oster.de/es-war-verrat-die-missbrauchskrise-die-bitte-um-vergebung-und-der-weg-der-wahrheit/).



