Erfahrungsberichte

Der Herr liebt die kleinen Anfänge

Redaktion am 03.06.2025

40 Jahre Neuevangelisierung: Von einer eigenen Idee, die sich verändern lies… Ein Beitrag von Ingrid Wagner, Leiterin des Referats für Neuevangelisierung des Bistums Passau.

Neue­van­ge­li­sie­rung bedeu­tet: Sich nicht zufrie­den geben mit der Tat­sa­che, dass aus dem Senf­korn der gro­ße Baum der uni­ver­sa­len Kir­che ent­stan­den ist; nicht den­ken, es genügt, dass in sei­nen Zwei­gen die ver­schie­dens­ten Vögel ihren Platz fin­den, son­dern es von Neu­em wagen mit der Demut des klei­nen Senf­korns, dabei aber Gott über­las­sen, wann und wie es wach­sen wird.”

Papst Benedikt XVI.

Vor eini­gen Jah­ren hat einer unse­rer Juris­ten die Fra­ge auf­ge­wor­fen, wie wir vom Refe­rat für Neue­van­ge­li­sie­rung denn die Tat­sa­che fei­ern, das Papst Johan­nes Paul II. vor genau 40 Jah­ren zum ers­ten Mal von Neue­van­ge­li­sie­rung“ gespro­chen hat. (vgl. Papst Johan­nes Paul II. in sei­ner Pre­digt am 9. Juni 1979 im pol­ni­schen Nowa Huta). Von da an war Neue­van­ge­li­sie­rung ein zen­tra­les The­ma sei­nes Pon­ti­fi­kats in unzäh­li­gen Anspra­chen und Doku­men­ten. Er rief dazu auf, das eine Evan­ge­li­um für heu­te in neu­en Metho­den, neu­em Aus­druck und [mit] neu­er Lei­den­schaft“ zu verkünden.

Mit der Idee, einen Kon­gress zur Neue­van­ge­li­sie­rung für die­ses Jubi­lä­um zu orga­ni­sie­ren, fuh­ren wir zu einer Ver­an­stal­tung von Mis­si­on mani­fest“ nach Alt­öt­ting, um die dor­ti­gen Prot­ago­nis­ten zu moti­vie­ren, uns bei die­sem Vor­ha­ben zu hel­fen. In Alt­öt­ting trat dann aber ein jun­ger Mann an Bischof Ste­fan her­an, der ihm begeis­tert von Ado­ra­tio in Frank­reich erzählt hat. Mit dem Gedan­ken, einen Kon­gress zur eucha­ris­ti­schen Anbe­tung zu ver­an­stal­ten, kehr­ten wir wie­der nach Hau­se zurück.

Die Idee von Ado­ra­tio ließ uns nicht los und so mach­ten wir die ers­ten Schrit­te. Wir hat­ten gedacht, dass wir vor allem die Gläu­bi­gen ein­la­den, die schon mit der eucha­ris­ti­schen Anbe­tung ver­traut sind, um sie in die Tie­fe zu füh­ren und um ihnen Model­le an die Hand zu geben, wie sie zu Hau­se Anbe­tungs­aben­de, Tage oder sogar 247 Anbe­tung“ orga­ni­sie­ren kön­nen. Wir plan­ten mit 400 Teil­neh­mern. Doch bald stell­ten wir fest, dass es viel mehr Men­schen gab, die am The­ma Gebet und Anbe­tung inter­es­siert waren. Am Ende waren es beim ers­ten Ado­ra­tio Kon­gress im Novem­ber 2019 mehr als 2.000 Gläu­bi­ge, die aus nah und fern der Ein­la­dung von Bischof Ste­fan nach Alt­öt­ting gefolgt waren, um ihren Glau­ben zu stär­ken und um Hil­fen für ihr Enga­ge­ment zu bekommen.

Das war eine gro­ße Freu­de für uns, eben­so wie die gro­ße Zahl sehr posi­ti­ver Rück­mel­dun­gen, die uns erreich­ten. Seit­dem konn­ten wir, unter­bro­chen durch Coro­na, jedes Jahr einen Ado­ra­tio Kon­gress in Alt­öt­ting durch­füh­ren. In die­sem Jahr fin­det zum The­ma neue Hoff­nung“ vom 26. – 28. Sep­tem­ber 2025 der mitt­ler­wei­le 6. Ado­ra­tio Kon­gress statt.

Das Gebet ist und bleibt ein essen­ti­el­les The­ma im Bereich der Neue­van­ge­li­sie­rung: Bete ich sel­ber, wie bete ich, wie ist mei­ne per­sön­li­che Bezie­hung zum Herrn? Und hel­fe ich, dass ande­re Men­schen ins Gebet fin­den, indem ich sie beten leh­re, Räu­me des Gebe­tes schaf­fe und mit und für ande­re bete?

Dazu soll die­ser Kon­gress eine Hil­fe sein, sowohl fürs per­sön­li­che Gebet, als auch für die ver­schie­de­nen Gebets­in­itia­ti­ven, die schon ent­stan­den sind und noch ent­ste­hen werden.

Ado­ra­tio wächst wei­ter. Ver­schie­de­ne Städ­te und auch Län­der zei­gen Inter­es­se dar­an, nach dem Modell in Alt­öt­ting auch Ado­ra­tio zu fei­ern. Kirch­lich, mis­sio­na­risch, eucha­ris­tisch und schön – das sind die Säu­len von Ado­ra­tio. Wir sind gespannt, wie die­se Bewe­gung wei­ter­wächst, und wir freu­en uns, wenn Men­schen von der Schön­heit unse­res Glau­bens, von Jesus selbst berührt wer­den und hin­aus­ge­hen, um vie­le Men­schen dazu einzuladen.

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Wir haben die Visi­on von einer leben­di­gen, mis­sio­na­ri­schen Kir­che, die durch die Eucha­ris­tie erneu­ert wird. Ado­ra­tio ist ein Ort, an dem Men­schen die tief­grei­fen­de Freu­de und Erfül­lung erle­ben, die aus der per­sön­li­chen Begeg­nung mit Jesus Chris­tus in der Eucha­ris­tie her­vor­geht. Wir wol­len dazu bei­tra­gen, eine Gemein­schaft zu schaf­fen, die in Lie­be und Hin­ga­be ver­bun­den ist, die Hoff­nung und Freu­de ver­brei­tet und aktiv die Bot­schaft des Evan­ge­li­ums in die Welt trägt.”

Die Vision von Adoratio

Ein Adoratio-Kongress ist:

KIRCH­LICH

  • im Her­zen der katho­li­schen Kirche
  • viel­fäl­tig in der Spiritualität
  • klar in der Lehre
  • Hei­mat für Gläu­bi­ge und Suchende
  • ver­eint mit Maria
  • fokus­siert auf das Gute, Wah­re und Schö­ne (ohne anzu­kla­gen und zu jammern)

MIS­SIO­NA­RISCH

  • eine Zurüs­tung zur per­sön­li­chen Mission
  • ein Impuls der Hoff­nung für unser Land/​unsere Kirche
  • ein Zeug­nis der Freu­de des geleb­ten Glaubens
  • die Samm­lung und Sen­dung von Gläubigen

EUCHA­RIS­TISCH

  • ein Ort zur Stär­kung der per­sön­li­chen Bezie­hung zu Jesus
  • ein Ort, wo Anbe­tung geför­dert wird
  • eine Hil­fe in das Geheim­nis der Eucha­ris­tie hin­ein­zu­fin­den und sie lie­ben zu lernen
  • Zei­chen unge­nier­ter Lie­be zu Jesus

SCHÖN

  • musi­ka­lisch viel­fäl­tig und professionell
  • ein­heit­lich im Design und Branding
  • ein ästhe­ti­scher Ort mit schö­ner Atmosphäre
  • geleb­te Will­kom­mens­kul­tur / Gastfreundschaft
  • geprägt von einer lie­be­vol­len und freund­schaft­li­chen Teamkultur

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