„Neuevangelisierung bedeutet: Sich nicht zufrieden geben mit der Tatsache, dass aus dem Senfkorn der große Baum der universalen Kirche entstanden ist; nicht denken, es genügt, dass in seinen Zweigen die verschiedensten Vögel ihren Platz finden, sondern es von Neuem wagen mit der Demut des kleinen Senfkorns, dabei aber Gott überlassen, wann und wie es wachsen wird.”
Vor einigen Jahren hat einer unserer Juristen die Frage aufgeworfen, wie wir vom Referat für Neuevangelisierung denn die Tatsache feiern, das Papst Johannes Paul II. vor genau 40 Jahren zum ersten Mal von „Neuevangelisierung“ gesprochen hat. (vgl. Papst Johannes Paul II. in seiner Predigt am 9. Juni 1979 im polnischen Nowa Huta). Von da an war Neuevangelisierung ein zentrales Thema seines Pontifikats in unzähligen Ansprachen und Dokumenten. Er rief dazu auf, das eine Evangelium für heute „in neuen Methoden, neuem Ausdruck und [mit] neuer Leidenschaft“ zu verkünden.
Mit der Idee, einen Kongress zur Neuevangelisierung für dieses Jubiläum zu organisieren, fuhren wir zu einer Veranstaltung von „Mission manifest“ nach Altötting, um die dortigen Protagonisten zu motivieren, uns bei diesem Vorhaben zu helfen. In Altötting trat dann aber ein junger Mann an Bischof Stefan heran, der ihm begeistert von Adoratio in Frankreich erzählt hat. Mit dem Gedanken, einen Kongress zur eucharistischen Anbetung zu veranstalten, kehrten wir wieder nach Hause zurück.
Die Idee von Adoratio ließ uns nicht los und so machten wir die ersten Schritte. Wir hatten gedacht, dass wir vor allem die Gläubigen einladen, die schon mit der eucharistischen Anbetung vertraut sind, um sie in die Tiefe zu führen und um ihnen Modelle an die Hand zu geben, wie sie zu Hause Anbetungsabende, Tage oder sogar „24−7 Anbetung“ organisieren können. Wir planten mit 400 Teilnehmern. Doch bald stellten wir fest, dass es viel mehr Menschen gab, die am Thema Gebet und Anbetung interessiert waren. Am Ende waren es beim ersten Adoratio Kongress im November 2019 mehr als 2.000 Gläubige, die aus nah und fern der Einladung von Bischof Stefan nach Altötting gefolgt waren, um ihren Glauben zu stärken und um Hilfen für ihr Engagement zu bekommen.
Das war eine große Freude für uns, ebenso wie die große Zahl sehr positiver Rückmeldungen, die uns erreichten. Seitdem konnten wir, unterbrochen durch Corona, jedes Jahr einen Adoratio Kongress in Altötting durchführen. In diesem Jahr findet zum Thema „neue Hoffnung“ vom 26. – 28. September 2025 der mittlerweile 6. Adoratio Kongress statt.
Das Gebet ist und bleibt ein essentielles Thema im Bereich der Neuevangelisierung: Bete ich selber, wie bete ich, wie ist meine persönliche Beziehung zum Herrn? Und helfe ich, dass andere Menschen ins Gebet finden, indem ich sie beten lehre, Räume des Gebetes schaffe und mit und für andere bete?
Dazu soll dieser Kongress eine Hilfe sein, sowohl fürs persönliche Gebet, als auch für die verschiedenen Gebetsinitiativen, die schon entstanden sind und noch entstehen werden.
Adoratio wächst weiter. Verschiedene Städte und auch Länder zeigen Interesse daran, nach dem Modell in Altötting auch Adoratio zu feiern. Kirchlich, missionarisch, eucharistisch und schön – das sind die Säulen von Adoratio. Wir sind gespannt, wie diese Bewegung weiterwächst, und wir freuen uns, wenn Menschen von der Schönheit unseres Glaubens, von Jesus selbst berührt werden und hinausgehen, um viele Menschen dazu einzuladen.
Ihnen entgeht ein toller Beitrag!
„Wir haben die Vision von einer lebendigen, missionarischen Kirche, die durch die Eucharistie erneuert wird. Adoratio ist ein Ort, an dem Menschen die tiefgreifende Freude und Erfüllung erleben, die aus der persönlichen Begegnung mit Jesus Christus in der Eucharistie hervorgeht. Wir wollen dazu beitragen, eine Gemeinschaft zu schaffen, die in Liebe und Hingabe verbunden ist, die Hoffnung und Freude verbreitet und aktiv die Botschaft des Evangeliums in die Welt trägt.”
Ein Adoratio-Kongress ist:
KIRCHLICH
- im Herzen der katholischen Kirche
- vielfältig in der Spiritualität
- klar in der Lehre
- Heimat für Gläubige und Suchende
- vereint mit Maria
- fokussiert auf das Gute, Wahre und Schöne (ohne anzuklagen und zu jammern)
MISSIONARISCH
- eine Zurüstung zur persönlichen Mission
- ein Impuls der Hoffnung für unser Land/unsere Kirche
- ein Zeugnis der Freude des gelebten Glaubens
- die Sammlung und Sendung von Gläubigen
EUCHARISTISCH
- ein Ort zur Stärkung der persönlichen Beziehung zu Jesus
- ein Ort, wo Anbetung gefördert wird
- eine Hilfe in das Geheimnis der Eucharistie hineinzufinden und sie lieben zu lernen
- Zeichen ungenierter Liebe zu Jesus
SCHÖN
- musikalisch vielfältig und professionell
- einheitlich im Design und Branding
- ein ästhetischer Ort mit schöner Atmosphäre
- gelebte Willkommenskultur / Gastfreundschaft
- geprägt von einer liebevollen und freundschaftlichen Teamkultur



