1. Zwei aktuelle Perspektiven auf die Situation des Glaubens in Westeuropa
Im Jahr 2024 erschienen zwei Bücher, die sich aus recht unterschiedlichen Perspektiven mit der Lage des Christentums in Deutschland und Westeuropa beschäftigen.
Das eine Buch – „Wenn nichts fehlt, wenn Gott fehlt“ – hat der aus dem Bistum Münster stammende und im holländischen Tilburg lehrende Pastoraltheologe Jan Loffeld verfasst1. Auf der Basis verschiedener empirischer Studien schildert er die religiöse Indifferenz als größte Herausforderung des christlichen Glaubens heute. Alle Bemühungen um eine attraktive Glaubensvermittlung, so seine Beobachtung, laufen ins Leere, wenn Menschen nicht offen dafür sind und sich in einer nicht-religiösen Weltsicht eingerichtet haben. Deren Zahl wächst der Statistik zufolge im Westen stetig an. Auch in Großstädten wie Hamburg oder Berlin wird die Zahl der Konfessionslosen von Jahr zu Jahr größer, was auch die Sichtbarkeit christlicher Feste und Bräuche in der Öffentlichkeit, in Bildungseinrichtungen usw. einschränkt.
Loffelds Analyse dürfte auch eine biografische Dimension besitzen, stammt der Autor doch aus einer stark katholisch geprägten Region, hat in Münster und Rom studiert und einige Jahre als Assistent im Fach Dogmatik gearbeitet, bevor er als Nachwuchswissenschaftler mit einer weitgehend konfessionsfreien Umgebung in Ostdeutschland und in den Niederlanden konfrontiert wurde und daraus nun seine Schlüsse zieht: Religion verschwinde nicht völlig aus der Gesellschaft, werde aber in eine plurale, fluide Weltsicht aufgenommen und so der Deutungshoheit der Kirchen und der Theologie entzogen. Die große Resonanz seines Buches beweist, dass er damit durchaus eine Wahrnehmung innerhalb der Kirchen aufgreift und einzuordnen hilft.
Das andere Buch – „Unter Heiden“ – stammt von dem in München lebenden Journalisten Tobias Haberl und erregte auch über die christlichen Kirchen hinaus Aufmerksamkeit2. Der Autor wuchs ähnlich wie Loffeld in einem katholischen Milieu auf, emanzipierte sich aber als junger Mann von seiner Herkunft und damit auch vom christlichen Glauben in der Form, in der er ihn kennengelernt hatte. Durch die Reflexion seiner Lebenserfahrungen und die Begegnung mit anderen Gläubigen auf seinen Reisen durch die ganze Welt fand er zu einer neuen christlichen Identität, die er nun mit großer Überzeugungskraft vertritt und darlegt, warum er „trotz“ aller kritischen Einwände „Christ bleibe“, und zwar bewusst in der katholischen Tradition mit sonntäglichem Kirchenbesuch, Empfang der Sakramente und täglichem Gebet.
Beide Bücher scheinen mir paradigmatisch für die Situation des christlichen Glaubens in Deutschland und ihre Sichtweise durch die akademische Theologie zu sein. Zwei unterschiedliche Perspektiven stehen hier einander gegenüber.
Loffeld arbeitet religionssoziologisch, zitiert Studien aus anderen Geistes- und Gesellschaftswissenschaften und arbeitet mit empirischem Material; Haberl hingegen reflektiert vor allem seine eigenen Erfahrungen und veranschaulicht sie durch verschiedene Zitate aus Literatur und Philosophie. Er entwickelt keine allgemeine Theorie über die Lage des Glaubens, sondern erzählt von seinem persönlichen Glauben.
Einen Hauptgrund für die Abwanderung vieler Gläubiger aus den Kirchen sieht Loffeld in der Anti-Modernität der kirchlichen Institution; Haberl übergeht diesen Punkt nicht, ordnet ihn aber anders ein: das mangelnde Glaubenswissen und eine zu enge Verflechtung von politischen und kirchlichen Interessen sind seiner Meinung nach wesentliche Faktoren, die die Kraft des Christentums geschwächt haben. Die Forderung nach einer grundlegenden Veränderung kirchlicher Strukturen wäre aus Haberls Sicht ein Symptom der Krise und nicht ihre Lösung.
Loffeld stellt fest, dass viele Menschen religionslos glücklich sind und sich durch kein noch so ausgefeiltes pastorales Konzept vom Gegenteil überzeugen lassen; Haberl betont, auch aufgrund seiner eigenen Geschichte, den großen Wert der freien Religionswahl, ist aber zugleich davon überzeugt, dass kein Mensch der Frage nach Gott dauerhaft ausweichen kann. Die Position, die Gott bei den Gläubigen einnimmt, werde dann eben von anderen (Ersatz-)Göttern wie Macht, Konsum, Besitz u.a. eingenommen.
Während Loffeld die Relevanz des Christentums im Westen momentan für im Schwinden begriffen hält, hat Haberl gerade in dieser Zeit die einzigartigen Ressourcen des Glaubens wiederentdeckt und seine Lebensgestaltung dadurch nachhaltig verändert.
Während die Analyse des Theologen also in einem kritischen Stadium verbleibt, in der die nüchterne Auswertung von Daten und der Vergleich zum Bisherigen überwiegt, ist Haberl bereits in ein post-kritisches Stadium eingetreten. Er hat keine Angst, als einzelner Christ „unter Heiden“ für unmodern gehalten zu werden, bekennt sich sogar dazu, regelmäßig die Tridentinische Messe zu besuchen und unterstreicht den bleibenden Wert der kirchlichen Sexualmoral für die Gestaltung dauerhafter Beziehungen.
Was die neuzeitliche Religionskritik als Täuschung entlarven wollte – etwa dass der Glaube an Gott zur Kontingenzbewältigung dient und dem Menschen Trost, Halt und Sinn geben soll – , zählt der Journalist ohne Bedenken zu seinen Glaubensmotiven. Bei aller Hochschätzung der Freiheit sieht Haberl in der Selbstbindung des Menschen an Gottes Gebote deren eigentliches Ziel – ein Ziel freilich, das man nicht auf einmal erreichen kann, sondern im Glauben lediglich anstrebt, ohne es sich aus eigener Kraft sichern zu können, aber auch, ohne es sich sichern zu müssen. Glaube, so Haberl, bedeute gerade das Ausbrechen aus einem Leben der permanenten Selbstbestätigung und Selbstkontrolle, er bedeute eine heilsame Selbstrelativierung: „das Ego (…) überwinden, nichts werden und Gott alles sein lassen.“3
Was sich in diesen beiden Büchern spiegelt, soll im Folgenden als Herausforderung und Chance für die akademische Theologie in Deutschland bedacht werden. Tobias Haberl scheint mir in vielem die Position eines nicht unerheblichen Teils heutiger Theologiestudierender oder an Theologie interessierter Menschen abzubilden.
Jan Loffelds Sichtweise repräsentiert demgegenüber eher die momentane Position der akademischen Theologie, die neue Wege des Glaubens entweder gar nicht wahrnimmt4, weil sie zu sehr mit sich selbst, mit der Affirmation ihres Status‘ als Wissenschaft oder mit der Bewältigung ihrer schwindenden Gesellschaftsrelevanz beschäftigt ist, oder sie mit großer Skepsis beobachtet und letztlich aus dem akademischen Diskurs heraushalten will5.
Bischof Stefan Oster hat sich in zwei Beiträgen aus dem Jahr 2016 mit der Struktur des christlichen Glaubens sowie der Spannung zwischen theologischer Wissenschaft und kirchlichem Lehramt auseinandergesetzt6. Auf dieser Grundlage sollen einige weiterführende Überlegungen entwickelt werden.
2. Die Struktur des christlichen Glaubens und seine Vernunft
In einem mit dem Passauer Dogmatiker Hermann Stinglhammer geführten Interview deutet Bischof Oster den christlichen Glauben als Begegnung mit einer Person, als das Gerufen-Werden durch und das Antworten-Können auf Jesus Christus. Damit stellt er sich in die Tradition des christlichen Existenzialismus (Kierkegaard) und des jüdisch-christlichen Personalismus (Buber)7, aber auch in der Spur des Zweiten Vatikanums. In seiner theologischen Schlüssel-Konstitution „Dei Verbum“ spricht das Konzil ja davon, dass die göttliche Offenbarung nicht in der Mitteilung von Lehren liegt, sondern in der personalen Selbstmitteilung des sich dreifaltig verschenkenden Gottes, der die Menschen wie Freunde anspricht (DV 2).
In dieses erneuerte Verständnis von Offenbarung gehört der Mensch als das empfangende Subjekt schon immer mit hinein; das Gottesbild impliziert ein bestimmtes Menschenbild, das ebenfalls normativ und nicht beliebig veränderbar ist8. Die christliche Gotteserfahrung ist nach Oster immer „dialogischer Natur“, die Beziehung zu dem sich in Jesus Christus auf personale Weise selbst mitteilenden Gott wohnt dem christlichen Glauben strukturell inne. Die Offenbarung ist „Glaubensgrund“, nicht bloß „Deutungskategorie“9.
Deshalb muss auch die satzhafte Verdichtung des Glaubens in den Dogmen als „die in Formulierungen geronnene Erkenntnis unserer Gotteserfahrung“10 verstanden und immer wieder auf diese hin durchsichtig gemacht werden. Das Ziel der christlichen Bildung ist daher keine bloße Wissensvermittlung, sondern das Hineinwachsen in die Beziehung zu Jesus Christus, für die ein differenziertes Wissen notwendig ist, welches die Beziehungsarbeit aber nicht ersetzt. Oster spricht daher auch von einem „Beziehungswissen“11, das die Theologie erarbeiten müsse.
Wenn der Glaube in dieser Weise als personales Geschehen bestimmt ist, stellt sich die Frage, was daraus für das Verständnis der menschlichen Vernunft als zweitem Pol der Gotteserkenntnis folgt. Genügt dazu die zählende, messende Vernunft, letztlich ein pragmatisches, funktionales Verständnis von Rationalität, bei dem es darum geht, erworbenes Wissen anzuwenden – oder müsste sich die Vernunft nicht selbst noch einmal in einen dialogischen Prozess begeben? Dann aber gehe es um „Dialogik statt Dialektik“12, so Oster. Das bedeutet auch, dass der Mensch alles, was er normalerweise mit seiner Vernunft verbindet – vor allem die Organisation und Kontrolle des eigenen Lebens –, in die Beziehung zu Gott stellt, um es darin reinigen und verwandeln zu lassen.
Der Ist-Zustand menschlichen Daseins und damit auch der Vernunft ist der Ich-Zustand des „alte Adam“, wie es der Apostel Paulus nennt, also eine Haltung, in der sich die Folgen des Sündenfalls zeigen, ein unheiler, erlösungsbedürftiger Zustand des Verschlossen-Seins in sich selbst, der Verschlossenheit Gott und dem Nächsten gegenüber, voller Angst davor, sich preisgeben zu müssen13. Dieser Zustand kann nicht durch Reflexion, durch Wissen oder Erkenntnis aufgehoben werden, sondern nur durch Bekehrung, und das heißt in diesem Fall: durch Verzicht auf Reflexion und Wissen, durch entschiedene Selbstrelativierung und Selbsthingabe – freilich nicht ins Leere, sondern auf ein Du hin. So findet die Vernunft erst durch den Glauben zu sich selbst.
Deshalb würde Oster nicht einfach, wie in der Theologie üblich, die Bedeutung der Vernunft für den christlichen Glauben affirmieren, sondern zurückfragen, was die menschliche Vernunft braucht, um sich mit dem Glauben verbinden und den geoffenbarten Wahrheiten zuwenden zu können. Glaube bedeutet für ihn „Enteignung des ich-haften Subjektiven … in das tiefere Selbstsein“14, Befreit-Werden in das Antworten-Können auf die sich selbst verschenkende Liebe Gottes.
Dieser Prozess vollzieht sich in zwei Etappen: Bekehrung und Neugeburt. Das Ziel des christlichen Glaubens ist also nicht einfach ein Nach-Denken, sondern ein neues Denken in Christus und seinem Geist15.
3.Theologische Wissenschaft und kirchliches Lehramt
Was Bischof Oster über die Struktur des christlichen Glaubens und sein Verhältnis zur Vernunft ausführte, hat er im selben Jahr in einem Sammelband zum Thema „Unabhängige Theologie?“ im Blick auf die akademische Theologie in Deutschland und die Person des Lehrenden weitergeführt.
Er stellt fest, dass der Grundkonsens einer von allen Theologinnen und Theologen geteilten „Wirklichkeitsauffassung“ d.h. eine christliche „Metaphysik“16 verloren gegangen und durch eine Vielzahl subjektiv gefärbter Ansätze und Schulen abgelöst worden sei, die kaum mehr sprachfähig seien, weder untereinander noch nach außen. Tiefenpsychologische Ansätze stünden neben strukturalistischen, geschichtliche neben soziologischen usw.
Oster geht es nicht um eine Negierung legitimer Pluralität in der theologischen Forschung, sondern um die Problematisierung der fehlenden Verbindlichkeit und Klarheit in theologischen Aussagen. Die „Krise der Theologie“ liegt seiner Meinung nach in einer „Krise der philosophischen Grundlagen“17 sowie in der Schwierigkeit für die Studierenden, die oft sehr spezialisierten theologischen Ansätze in einer „theologisch-gläubigen Gesamterfahrung“18 zu integrieren.
Das Ziel der Theologie, so betont Oster, sei nicht einfach der Erwerb von abprüfbarem Wissen, sondern dessen Verbindung mit einer persönlichen Christus-Beziehung, das Hineinwachsen in eine Haltung der „Anbetung“19 und eine Lebensform der „Heiligkeit“20. Auf diese Weise erfülle die akademische Theologie auch ihren kirchlichen Auftrag: in der Bejahung und Selbstbindung an das, was sie in der Offenbarung zuerst als Geschenk empfangen muss, ehe sie es selbst erforschen und lehren kann. Daraus ergebe sich auch ein positiver Zugang zur Kirche anstatt eines nicht selten zu erlebenden Konkurrenzverhältnisses zwischen akademischer Theologie und kirchlichem Lehramt. Nicht der „Schriftgelehrte“, sondern der „Zeuge (=Jünger)“ sei das Ur- und Vorbild eines christlichen Theologen.
4.Theologie vor einer „Wende“
Die Zahl der Theologiestudierenden in Deutschland hat sich zwischen 2013 und 2023 beinahe halbiert. Statt weiterhin die Ursachen in einer vermeintlich reformunwilligen Institution oder in der schwindenden gesellschaftlichen Relevanz des Glaubens zu suchen, wäre es an der Zeit, die tatsächlichen Motive heutiger Theologiestudierender zu verstehen und in die akademische Ausbildung zu integrieren.
Eine demnächst erwartete Studie zu den Gründen des gehäuften Studienabbruchs in der Theologie wird wohl ex negativo belegen, was auch positiv zunehmend eine Rolle spielt: Wer sich heute für Theologie interessiert, sucht bewusst oder unbewusst einen Raum, in dem er seine eigenen Glaubenserfahrungen zur Sprache bringen und mit anderen teilen kann. Wo dieser Raum fehlt, beenden nicht wenige den eingeschlagenen Weg, wechseln das Studienfach oder suchen nach alternativen Studienorten mit erkennbar kirchlich-geistlichem Profil.
Manche Theologiestudierende haben eine spirituelle Erfahrung des Durchbruchs (disclosure) oder der persönlichen Lebenswende (Bekehrung) gemacht, einige sind auch konfessionell von der evangelischen oder einer Freikirche zur katholischen Kirche konvertiert21.
Andere haben durch Gespräche mit überzeugten Christen oder Seelsorgern, durch die Lektüre von apologetischen Schriften (J.H. Newman, C.S. Lewis) oder Heiligenbiografien, durch die intensive Begegnung mit christlicher Liturgie oder Kunst ihren Glauben vertieft und existenzielles Interesse daran gefunden.
Wieder andere kommen aus den Neuen Geistlichen Bewegungen oder alt-rituellen Gemeinschaften und suchen nach einer Theologie, mit deren Hilfe sie ihre bisherigen Kirchen- und Glaubenserfahrungen reflektieren und die Entscheidung für eine bestimmte Berufung treffen können22.
Bischof Oster hat kritisiert, dass in der Münchner Erklärung von 2015 „das Ineinander von geistlichem Leben und theologischer Erkenntnis nirgendwo thematisiert wird“. Diese „Scheidung“ von Wissenschaft und Spiritualität, von „sitzender“ und „kniender Theologie“, von der Hans Urs von Balthasar bereits im Jahr 1948 gesprochen hat, wirkt sich im Moment sehr deutlich aus. Sie führt auf der einen Seite zu einer theologisch wenig reflektierten Frömmigkeit bis hin in die Leitungsstrukturen der geistlichen Gemeinschaften, die dem Missbrauch Tür und Tor öffnen23, und auf der anderen Seite zu einer abstrakten und selbstreferentiellen Theologie, deren Deutungskompetenz für existenzielle Fragen immer weniger erkennbar ist.
Eine Theologie, die an der Zeit ist, würde versuchen, am Studienort Erfahrungsräume des Glaubens zu öffnen und Lernprozesse des Glaubens zu initiieren, in denen die Studierenden Erfahrung und Wissen miteinander verbinden und das Studium selbst als ein ganzheitliches, die eigene Person einforderndes und prägendes Geschehen erleben und gestalten könnten.
Diese Theologie würde nicht der verlorenen Gesellschaftsrelevanz hinterhertrauern, sondern ihre Glaubens- und Kirchenrelevanz neu unter Beweis stellen.
Aus ihr könnte dann eine neue Kraft zur Zeugen- und Jüngerschaft erwachsen – und mit ihr die Fähigkeit, die Welt in Christus zu erneuern.
1 Jan Loffeld, Wenn nichts fehlt, wenn Gott fehlt. Das Christentum vor der religiösen Indifferenz, Freiburg 2024.
2 Tobias Haberl, Unter Heiden. Warum ich trotzdem Christ bleibe, München 2024.
3 Zitat von Tobias Haberl in der Sendung „SRF Kultur Sternstunde Philosophie“ vom 23.12.2024, 31:30 bis 31:35 (www.youtube.de).
4 Zu den Neuaufbrüchen des Christentums in den Niederlanden vgl. die programmatischen Überlegungen von Willem Jacobus Kardinal Eijk, Katechese in einem säkularisierten Land, in: Markus Graulich, Hg., Katechese und die Herausforderungen heute, Kisslegg 2021, 75 – 89, bes. 86 – 89 sowie die große Resonanz der Konferenz „Missionaire Parochie“ am 8.2.2025 mit Johannes Hartl als Hauptredner (www.missionaireparochie.nl)
5 Vgl. so die Tendenz der Beiträge in Ursula Nothelle-Wildfeuer/Magnus Striet, Hg., Einfach nur Jesus? Eine Kritik am „Mission Manifest“, Freiburg 2018.
6 Vgl. Glauben – (wie) geht das? Ein Gespräch, 8 S.; Theologen: Zeugen oder Schriftgelehrte?, 9 S. Zitiert nach www.stefan.oster.de, Seitenangabe.
7 Vgl. Glauben, S.2.
8 Vgl. Stefan Oster, Realpräsenz, Sakramentalität und der Synodale Weg in Deutschland, IKaZ 50 (2022), 431 – 450; ders., Die Sakramentalität des Menschen (2023), nachzulesen unter www.stefan-oster.de
9 Vgl. Bernhard Nitsche, „Offenbarung – Deutungskategorie statt Glaubensgrund?“, ZTP 145 (2023), 228 – 251.
10 Glauben, S.1.
11 Glauben, S.1.
12 Glauben, S.2.
13 Vgl. Glauben, S.1: „Eine starke Betonung des freien Subjektes, die in bestimmter Weise auch sehr ich-haft sein kann … die erbsündliche, ichhafte Verfassung des heutigen Menschen.“ Neben Paulus ist wohl Augustinus der Theologe der Alten Kirche, der diesen Zustand des Menschen am deutlichsten erfasst hat.
14 Glauben, S.2 mit Verweis auf Paulus, der sich als „Sklave Jesu Christi“ (Röm 1,1; Phil 1,1) bezeichnet. Seine Beziehung zu Christus versteht der Apostel als einen in der Taufe sakramental dargestellten Herrschaftswechsel: „Ich lebe, doch nicht mehr als Ich – Christus lebt in mir“ (Gal 2,20).
15 Vgl. Theologen, S.4: „Gott verändert mein Denken.“ Im Hintergrund steht auch hier wieder Paulus: „Gleicht euch nicht dieser Welt an, sondern wandelt euch und erneuert euer Denken“ (Röm 12,2); „Alles Denken nehmen wir gefangen in den Gehorsam gegen Christus“ (2 Kor 10,5).
16 Theologen, S.2.
17 Theologen, S.2.
18 Theologen, S.2.
19 Theologen, S.4.
20 Theologen, S.6.
21 Zur Bedeutung der Konvertiten in der Moderne vgl. Joseph Pearce, Literary Converts. Spiritual Inspiration in an Age of Unbelief, San Francisco 32006; Barbara Wenz, Konvertiten. Ergreifende Glaubenszeugnisse, Illertissen 2016; Alfred Sobel, Konvertiten: katholisch geworden. 13 Porträts, Düsseldorf 2024.
22 Vgl. die Beiträge in Boruszak/Röckert/Neumann, Hg., Unruhig ist unser Herz. Was junge Theologen über ihr Studium denken, Würzburg 2013.
23 Vgl. Céline Hoyeau, Der Verrat der Seelenführer. Macht und Missbrauch in Neuen Geistlichen Gemeinschaften, Freiburg 22023.



